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Projektantrag







































gefördert durch:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Freistaat Thüringen ELER - Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen


Projektgliederung
Im Mittelpunkt des vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Programms "Energetische Biomassenutzung" und weiteren Förderern unterstützten Forschungsprojektes steht die modellhafte Beerntung des Landschaftspflegeholzes auf bis zu 41 repräsentativ ausgewählten Modellflächen in Thüringen und Brandenburg. Hierbei werden unterschiedliche Methoden der Holzernte erprobt und auf Wirtschaftlichkeit sowie Naturverträglichkeit geprüft. Gleichzeitig erfolgen eine Ökobilanzierung und eine Analyse der Brennwert-Eigenschaften der Hackschnitzel. Außerdem wird im Rahmen des Projektes eine Methode zur Abschätzung des Biomassepotenzials entwickelt.
Strukturplan des Modell-Projektes
Für weitere Informationen bitte die entsprechenden Felder anklicken.

Berechnung des BiomassepotentialsQualitätsmerkmale der HackschnitzelTechnologiefolgeabschätzungModellhafte BeerntungVerfahren und BilanzierungBilanzierung der Treibhausgase
TECHNOLOGIEFOLGEN UNTERSUCHEN

Der (aus wirtschaftlichen Gründen anzustrebende) Einsatz von Erntetechnik hat Auswirkungen auf die Lebensräume – positive und negative. Seitens des Naturschutzes bestehen oft Vorbehalte gegen den Einsatz großer und schwerer Technik. Die Auswirkungen des Technikeinsatzes auf die jeweiligen ökologisch sensiblen Lebensräume muss deshalb eingeschätzt und wissenschaftlich bewertet werden. Auch die verschiedenen Verfahrensketten müssen bewertet werden. So können durch längere Lagerung des Energieholzes (zur Minimierung der Restfeuchte) unerwünschte Nährstoffe in die Lebensräume eingetragen werden. Nur wenn es nachweislich keine nachhaltigen Schädigungen durch den Einsatz bestimmter Technik gibt, kann diese empfohlen werden. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob die Maßnahmen überhaupt zu einer Verbesserung des Lebensraums beigetragen haben.

Das Teilprojekt wird durch die Hochschule Anhalt (Vegetationsökologie) und die Hochschule Erfurt (Tierökologie) durchgeführt.

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TREIBHAUSGASE BILANZIEREN

Bisher werden Naturschutzflächen oft durch Landschaftspflegemaßnahmen offen gehalten. Das geerntete Buschwerk wird auf der Fläche kompostiert oder verbrannt. Es ist jedoch kritisch zu analysieren, ob der zusätzliche Energieeinsatz für das Hacken und den Transport zum Heizkraftwerk nicht höher ist als die am Ende durch die Energieholznutzung eingesparten Treibhausgase. Für einige der im Projekt getesteten Techniken und Verfahrensketten wird deshalb eine Treibhausgasbilanz erstellt.

Das Teilprojekt wird vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) im Auftrag der Naturstiftung David durchgeführt.

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HACKSCHNITZELQUALITÄT ANALYSIEREN

Holzhackschnitzel aus Landschaftspflegeholz haben einen schlechten Ruf. Auf Grund des hohen Rindenanteils wird ihnen ein schlechter Heizwert attestiert. Doch das Gegenteil ist der Fall: Da die Gebüsche oft auf sehr warmen, von der Sonne beschienenen Lebensräumen wachsen, ist der Wassergehalt gering und der Heizwert hoch. Eine umfassende Analyse der Hackschnitzelqualität des auf den 41 Modellflächen geernteten Materials wird helfen, den Ruf des Energieholzes aus der Landschaftspflege deutlich zu verbessern. Gleichzeitig wird das Anforderungsprofil der Abnehmer an die Hackschnitzelqualität recherchiert.

Das Teilprojekt wird durch die Thüringen Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) im Auftrag der Naturstiftung David durchgeführt.

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BIOMASSEPOTENZIAL ABSCHÄTZEN

Wenn ein Unternehmer ein Angebot für die Beerntung des Holzes von einer Naturschutzfläche abgeben soll, muss er wissen, wie viel Holz er ernten kann, um so die Einnahmen aus dem Hackschnitzelverkauf zu kalkulieren. Es gibt jedoch bisher noch keine Methode, das Biomassepotenzial einer „wildgewachsenen“ Naturschutzfläche sicher zu bestimmen. Gleichzeitig muss die Potenzialbestimmung so weit vereinfacht werden, dass sie ohne großen finanziellen Aufwand durchführbar ist. Im Rahmen des Projekts werden hierfür verschiedene Methoden entwickelt und getestet.

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MODELLHAFTE BEERNTUNG

Im Rahmen der Beerntung von bis zu 41 Modellflächen in Thüringen und Brandenburg werden die Ziele der verschiedenen Teilprojekte umgesetzt. Eine besondere Herausforderung ist dabei der Umgang mit munitionsbelasteten Flächen. Gleichzeitig geht es darum, die vor einer Beerntung erforderlichen Genehmigungen und Abstimmung zwischen Flächeneigentümern, Gemeindeverwaltung sowie Naturschutz- und Forstbehörden zu optimieren. Da es hierfür bisher noch kein eingespieltes Verfahren existiert, ist das Genehmigungsverfahren bisher aufwändig und teuer. Ein weiteres Problem: Zugewachsene Magerrasen, Heiden oder andere „offene“ Lebensräume werden von der Forstbehörde oft als Wald definiert. Die (naturschutzfachlich gewollte) Beerntung bedarf dann einer Ausnahmegenehmigung. Mitunter ist es sogar erforderlich, an anderer Stelle Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Hierfür müssen Lösungen gefunden werden.

Die Beerntung der Modellflächen wird von der Naturstiftung David koordiniert und von den Ländern Thüringen und Brandenburg finanziert.

Zu den Ergebnissen "Genehmigungsverfahren"

Zu den Ergebnissen "Munitionsbelastung"

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TECHNIK UND VERFAHRENSKETTEN OPTIMIEREN

Das Holz auf Naturschutzflächen ist nicht so leicht erntefähig wie im Wirtschaftswald. Empfindliche Böden oder Bodenvegetation stellen eine zusätzliche Herausforderung für den Einsatz der Technik dar. Es gilt die Technologie der Holzernte und -verwertung für Landschaftspflegeflächen weiterzuentwickeln, um so die Erntekosten zu minimieren. Gleichzeitig müssen die Verfahrensketten (ernten, hacken, abtransportieren) optimiert werden: Durch eine geschickte Verknüpfung der einzelnen Schritte lassen sich Einsparpotenziale erschließen. Gezielt soll Technik getestet werden, bei der sich mehrere Arbeitsschritte kombinieren lassen. Im Rahmen des Projektes werden auf den 41 Modellflächen mindestens 15 verschiedene Verfahrensketten erprobt und ökonomisch bilanziert.

Das Teilprojekt wird federführend durch das Forsttechnische Büro Findeisen und Partner im Auftrag der Naturstiftung David durchgeführt.

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Kontakt
Dr. Dierk Conrady
Telefon: 0361 / 555 03-35

Naturstiftung David
Trommsdorffstraße 5
99084 Erfurt

Fax: 0361 / 555 03-39
 Naturstiftung David | Trommsdorffstraße 5 | 99084 Erfurt | Telefon 0361 555 0330 | Fax: 0361 555 0339 aktualisiert am 24.10.2014
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