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Klimaschutzregion Hohe Schrecke

Klimaschutz und Naturschutz gemeinsam denken – das ist das Ziel der Naturstiftung David für die Region der Hohen Schrecke im Norden Thüringens. Parallel zum Naturschutzgroßprojekt Hohe Schrecke werden Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur naturverträglichen Nutzung erneuerbarer Energie umgesetzt. Langfristig soll sich die Hohe Schrecke zu einer klimaneutralen Region entwickeln. Die Stiftung kooperiert dabei eng mit vielen anderen Naturschutzregionen in Deutschland.

Im Rahmen des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke (Teil Regionalentwicklung) wurde im Jahr 2013 ein erstes Klimaschutzkonzept erstellt. Dies wird derzeit mit Fördergeldern des Bundesamtes für Naturschutz aktualisiert. Dabei soll auch die CO₂-Senkenfunktion des Waldes der Hohen Schrecke berücksichtigt werden. Im Rahmen eines EU-Projektes („ZENAPA“) sind bis 2023 vielfältige Klimaschutz-Maßnahmen in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr geplant, so dass gemeinsam mit der Region weitere Schritte in Richtung Klimaneutralität umgesetzt werden.

Eine Klimaschutzregion Hohe Schrecke kann nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, den Gemeinden und den Landkreisen entwickelt werden. Sie alle sind die wichtigsten Projektpartner der Stiftung. Bei der Überarbeitung des Klimaschutzkonzeptes für die Region arbeitet die Stiftung eng mit der Technischen Universität Berlin und dem Bundesamt für Naturschutz zusammen. Im Rahmen des ZENAPA-Projektes gibt es neben der Kooperation mit dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) einen engen fachlichen Austausch mit zahleichen anderen Naturschutzregionen – wie beispielsweise dem Nationalpark Müritz oder dem Biosphärenreservat Bliesgau.

Im Idealfall sollen sich Synergien zwischen Klimaschutz und Naturschutz finden. Beispielsweise müssen die zahlreichen Steppenrasen und Streuobstwiesen rund um die Hohe Schrecke regelmäßig entbuscht werden. Das holzige Material kann dabei idealerweise über ein holzgefeuertes Blockheizkraftwerk Wärme für die Region liefern. Auch Restprodukte aus der Landwirtschaft (z. B. Dinkelspelzen) könnten ggf. Wärmelieferant sein. Darüber hinaus müssen Maßnahmen zur Verringerung des Einsatzes fossiler Energien getroffen werden. Das reicht von der zusätzlichen Dämmung über eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zur Errichtung von Sonnenstromanlagen. Am Ende ist aber auch die Nutzung der Windenergie notwendig. Hier gilt es konfliktarme Standorte zu finden.

Kontakt

Matthias Golle Telefon: +49 34673-780290 Mail schreiben

Projektfinanzierung BfN

Das Projekt „Klimaschutzregion Hohe Schrecke“ ist im Zeitraum 2016 bis 2018 Teil eines vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Forschungsvorhaben der Technischen Universität Berlin. Mit dem Forschungs-projekt „Modellhafte Erarbeitung regionaler und örtlicher Energiekonzepte unter den Gesichtspunkten von Naturschutz und Landschaftspflege“ sollen Wege aufgezeigt werden, wie die Aspekte des Natur-schutzes zukünftig stärker bei der Erstellung von regionalen Klimaschutzkonzepten berücksichtigt werden können. Die Naturstiftung David ist mit der Hohen Schrecke ein Praxispartner.

Zum Verbundvorhaben

Projektfinanzierung ZENAPA

ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas) ist ein von der Europäischen Union gefördertes achtjähriges Verbundvorhaben (2016 bis 2023) mit dem in elf Naturschutzregionen in Deutschland und Luxemburg naturverträgliche Klimaschutzmaß-nahmen initiiert und umgesetzt werden sollen. Für das Gesamtvorhaben stehen 17 Millionen Euro zur Verfügung, für die Hohe Schrecke rund 1 Million Euro. Gut die Hälfte sind EU-Gelder, weitere Mittel fließen über die Klimaschutzförderprogramme der Kreditanstalt für Weideraufbau (KfW) und über eine Förderung des Thüringer Umweltministeriums.

Zur ZENAPA-Homepage

Naturschutzgroßprojekt

Das Projekt zur Klimaschutzregion ist eng vernetzt mit dem Naturschutzgroßprojekt Hohe Schrecke. Mit dem Großprojekt will die Naturstiftung David den naturnahen alten Wald der Hohen Schrecke und die den Wald umgebende Kulturlandschaft langfristig erhalten. Vor allem beim Erhalt der Steppenrasen und Streuobstwiesen lassen sich vielfältige Synergien mit Klimaschutzmaßnahmen nutzen. So soll das bei den regelmäßigen Entbuschungen anfallende Holz vor Ort energetisch verwertet werden. Im Rahmen der touristischen Entwicklung soll die  Elektromobilität besonders gefördert werden.

Zum Naturschutzgroßprojekt

Klimaschutzmaßnahmen in der Hohen Schrecke

Photovoltaik

Windenergienutzung im Randbereich

Elektromobilität

Energie aus Landschaftspflegeholz

Insektenfreundliche LED-Strassenbeleuchtung

Downloads & Links

ZENAPA-Projekt

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BfN-Forschungsvorhaben "Energiekonzepte"

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ZENAPA-Projekt

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