Wir unterstützen Flächenkäufe für die Natur ... in der Hohen Schrecke in Nordthüringen
© Thomas Stephan
Wir unterstützen Flächenkäufe für die Natur ... am Rödel bei Naumburg (Saale)
© Naturstiftung David
Wir unterstützen Flächenkäufe für die Natur ... in der Goitzsche bei Bitterfeld
© Falko Heidecke
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Flächenkauf für die Natur

Eigentum an Grund und Boden vereinfacht die Umsetzung von Naturschutzprojekten oder hilft, naturzerstörerische Projekte zu verhindern. Deshalb fördern wir den Grunderwerb und sind auch selbst Eigentümer von Naturschutzflächen. Darüber hinaus beraten und vernetzen wir Naturschutz-Flächeneigentümer.

Unsere Flächen

Das Bild zeigt die Hohe Schrecke aus der Luft

Hohe Schrecke

In der Hohen Schrecke in Nordthüringen besitzen wir verteilt über das Waldgebiet und das umliegende Offenland rund 200 Hektar. Das Waldeigentum bleibt dauerhaft ungenutzt, die Offenlandflächen werden langfristig gepflegt.

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Das Bild zeigt Konik-Pferde auf der Naturerbefläche Rödel.

Rödel

Der Rödel bei Naumburg (Saale) ist 182 Hektar groß und wurde uns als Nationales Naturerbe übertragen. Die Waldbereiche bleiben überwiegend ungenutzt, das orchideenreiche Hochplateau wird langfristig mit Konik-Pferden beweidet.

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Das Bild zeigt ein Luftbild mit der Leitbildplanung für Flurstücke, welche anhand der Software LieMaS und ArcGIS erstellt wurde.

Flächenverwaltung mit LieMaS

Unsere Flächen werden mit LieMaS verwaltet – einer von Naturschutzorganisationen entwickelten, freien Software zur Liegenschaftsverwaltung. Gemeinsam mit der NABU-Stiftung NNE engagieren wir uns für die LieMaS-Weiterentwicklung.

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Projektförderung

Elbaue bei Stendal

Um die wertvollen Elbauen dauerhaft zu erhalten, hat der NABU Stendal ca. 100 Hektar Flächen erworben – auch mit unserer Hilfe. Die Flächen werden naturnah beweidet und sind Lebensraum von Wachtelkönig, Brachvogel und Kranich.

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Bärenhofinsel Goitzsche

Der BUND sichert große Teile des ehemaligen Tagebaus Goitzsche bei Bitterfeld als Wildnisgebiet. Wir haben den Umweltverband dabei beim Kauf der Bärenhofinsel unterstützt. Auf der Insel brütet heute u. a. der Seeadler.

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Saaleaue bei Halle

Der NABU Halle kämpft gegen eine geplante Autobahn durch das Saaletal. Mit unserer Hilfe hat der NABU im Jahr 2001 Flurstücke auf der geplanten Trasse erworben. Als Eigentümer kann er nun seine Rechte geltend machen.

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Förderantrag stellen

In den letzten 20 Jahren haben wir über 500 Projekte gefördert – darunter des Öfteren auch den Flächenkauf für die Natur. Unsere Datenbank listet alle geförderten Projekte auf. Gerne können Sie einen eigenen Antrag stellen.

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Die Bodenpreise sind hoch und der Kauf von Naturschutzflächen ist teuer. Um weitere Flächen für die Natur sichern zu können, brauchen wir ihre Hilfe.

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Mehr zum Thema

Ein Naturschutz-Eigentümer kann seine Fläche vollständig und dauerhaft dem Naturschutz widmen. Er muss sich in der Regel nicht mit anderen Nutzern abstimmen. Er kann seine Fläche unter naturschutzfachlichen Auflagen an Nutzer verpachten und er kann „auf Augenhöhe“ mit benachbarten Flächeneigentümern verhandeln. Flächeneigentum im Kontext mit naturzerstörerischen Projekten kann dazu dienen, Eigentümerrechte bei der Vorhabensplanung (juristisch) geltend zu machen. Der Erwerb von Flächen ist jedoch oft teuer und letztlich immer von der Verkaufsbereitschaft des bisherigen Eigentümers abhängig. Großflächige Naturschutzprojekte allein auf Basis des Flächenerwerbs umzusetzen, ist finanziell meist nicht möglich. Soll die Fläche zukünftig nicht mehr genutzt werden (Wildnis), kann sie sich mit Folgekosten für Verwaltung und Abgaben auch zu einem Kostentreiber entwickeln. Flächenerwerb ist deshalb nur in begründeten Ausnahmefällen sinnvoll.

Um großflächige Natur- und Artenschutzprojekte umzusetzen kann das Anpachten von Flächen oder die Zahlung von Ausgleichsgeldern (Vertragsnaturschutz) eine Alternative sein. Diese Variante wird von Landwirten und Waldbesitzern bevorzugt. Sie hat jedoch den Nachteil, dass sie in der Regel zeitlich befristet und immer vom Wohlwollen des jeweiligen (ggf. auch wechselnden) Eigentümers abhängig ist. Im Naturschutzgroßprojekt Hohe Schrecke beschreiten wir noch einen anderen Weg. Für ausgewählte Flächen haben wir dem Eigentümer die Nutzung „für die Ewigkeit“ abgekauft.

In der Hohen Schrecke bot und bietet sich die Möglichkeit mit Fördergeldern des Bundes und des Landes ausgewählte Flächen zu erwerben. Auf den Eigentumsflächen lassen sich die Projektmaßnahmen (Wildnis, Erhalt der Kulturlandschaft) deutlich einfacher umsetzen. Im Rödel haben wir eine Fläche des Nationalen Naturerbes übernommen. Da wir die Naturerbe-Flächeneigentümer bundesweit vernetzt, war und ist es für uns wichtig, Erfahrungen im Management auf einer eigenen Fläche zu sammeln.

Mit den maximalen Fördersummen der Stiftung (5.000 Euro bzw. 15.000 Euro) lassen sich nur sehr kleine Flächen erwerben. Für einen umfassenden Flächenkauf reichen unsere Gelder meist nicht aus. Unsere Fördermittel dienen deshalb oft als Ergänzung (Eigenanteil) für eine größere Förderung anderer Geldgebern. Der Erwerb von Sperrgrundstücken zur Verhinderung naturzerstörerischer Vorhaben hat eine besondere Priorität bei der Projektförderung.