Wildkatze  © Thomas Stephan

Artenschutz

Alle Maßnahmen – egal ob in der Wildnis, im Wirtschaftswald oder der Kulturlandschaft – dienen immer auch dem Artenschutz. Durch die Verbesserung der Lebensräume wird einer Vielzahl von Arten geholfen. Ergänzend dazu werden im Naturschutzgroßprojekt auch einzelne ganz konkrete Artenschutzmaßnahmen umgesetzt.

Entscheidend für den Erhalt vieler Arten sind optimale Lebensräume. Aus diesem Grund werden in der Hohen Schrecke Waldbereiche aus der Nutzung genommen (damit Bäume alt werden und zerfallen können – und so ausgedehnte Lebensräume liefern, die es in einem normalen Wirtschaftswald kaum gibt) und Streuobstwiesen gepflegt. Auch im Rahmen der forstlichen Nutzung soll auf den Erhalt von Arten Rücksicht genommen werden. Doch nicht immer reichen diese Bemühungen aus. Vor allem dann nicht, wenn bestimmte Arten schon jetzt sehr selten und vom Aussterben bedroht sind. In diesen Fällen ist es sinnvoll, mit ganz konkreten Artenschutzmaßnahmen „nachzuhelfen“. Insgesamt soll dies jedoch eine Ausnahme bleiben.

Eine noch weitergehende Artenhilfsmaßnahme wäre die Wiederansiedlung von Arten, die früher in der Hohen Schrecke gelebt haben, heute aber verschwunden sind. Auf diesen Schritt verzichtet die Naturstiftung David aber ganz bewusst: Mit dem Naturschutzgroßprojekt werden keine neuen Arten direkt angesiedelt.

Alle Maßnahmen des Naturschutzgroßprojektes – also nicht nur die Artenhilfsmaßnahmen – werden wissenschaftlich evaluiert d.h. auf ihren Erfolg hin kontrolliert. Es wird in bestimmten Abständen überprüft, ob die einzelnen Maßnahmen sich tatsächliche positiv auf den Artenschutz auswirken. Das Projekt wird aus diesem Grund wissenschaftlich begleitet. Bei ausgewählten Artenhilfsmaßnahmen erfolgt auch eine direkte Kontrolle. So werden beispielsweise über mehrere Jahre die Fledermäuse gezählt, welche die neu geschaffenen Quartiere nutzen.

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Maßnahmen im Detail

Für Fledermäuse

Fledermäuse halten ihre Winterruhe gerne in Höhlen. Die gibt es in der Hohen Schrecke kaum. Dafür zahlreiche inzwischen ungenutzte Bunkeranlagen. Vier von ihnen wurden mit Projektmitteln zu Fledermaus-Bunkern umgebaut. Die neuen Quartiere wurden schon bald von den Fledermäusen genutzt.

Für den Steinkauz

Der Steinkauz war bis in die 1980er Jahre regelmäßiger Streuobstwiesen-Bewohner. Die intensive Landwirtschaft hat ihn verdrängt. Doch langsam breitet er sich von Franken kommend wieder aus. Damit er auch in der Hohen Schrecke wieder heimisch wird, wurden Steinkauz-Kästen angebracht.

Für den Hirschkäfer

Hirschkäfer leben gerne in zerfallenden Eichen. Da Eichen bisher immer genutzt wurden, fehlen diese als Hirschkäfer-Lebensraum. Um die Zeit bis zum Zerfall der jetzt nicht mehr genutzten Eichen zu überbrücken, werden künstliche Quartiere geschaffen – sogenannte Hirschkäfer-Wiegen.


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