Westliche Hainleite  © Thomas Stephan

Monitoring auf Naturerbeflächen

Mit der fortschreitenden Übertragung der Flächen des Nationalen Naturerbes rückt das Flächenmanagement in den Mittelpunkt des Interesses von Akteuren. Teil dieses Managements kann ein Monitoring sein, welches es ermöglicht naturschutzfachliche Maßnahmen und die Entwicklung der Naturerbeflächen zu kontrollieren, zu steuern und zu dokumentieren. Eine wichtige Rolle bei den Aktivitäten vor Ort können dabei Ehrenamtliche einnehmen.

Das Monitoring wurde und wird für Eigentümer von Naturerbeflächen konzipiert und folgt vier Prinzipien:

  • Modularer Aufbau mit einem Basis-Monitoring und einem vertiefenden Monitoring
  • Vereinfachte Konzepte, so dass auch ehrenamtlich Aktive in das Monitoring mit einbezogen werden können
  • Vielfalt der Naturerbeflächen beachtend
  • Organisationsübergreifende Entwicklung

In AG NNE-Monitoring arbeiten verschiedene Organisationen zusammen, um Monitoringkonzepte für Naturerbeflächen zu entwickeln und zu etablieren. Zu den AG-Mitgliedern gehören Naturerbe- und Naturschutzflächeneigentümer wie die Deutsche Wildtier Stiftung, DBU Naturerbe GmbH, NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, Michael Succow Stiftung, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg, Stiftung Naturschutz Schleswig Holstein, Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg und WWF Deutschland. Beratend wirken in der Arbeitsgruppe das Bundesamt für Naturschutz (BfN), Landesamt für Umwelt Brandenburg, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben/Sparte Bundesforst und Zoologische Gesellschaft Frankfurt mit.

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Kontakt

Jana Planek Telefon: +49 361 55503-38 Mail schreiben

Waldmonitoring

Etwa zwei Drittel der Fläche des Nationalen Naturerbes entfällt auf Wälder. Für das Monitoring in diesem Lebensraum wurde ein standardisiertes Stichprobenverfahren entwickelt, das auf langjährigen Erfahrungen bei der forstlichen Inventarisierung und Bewirtschaftungsplanung (Forsteinrichtung) sowie aktuellen waldökologischen Forschungen basiert. Ziel des NNE-Waldmonitoring ist es, aus Naturschutzsicht wichtige Aussagen zur Entwicklung der Bestandesstruktur, zum Totholz, zum Vorkommen von Mikrohabitaten und zur Waldverjüngung zu generieren.

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Fotomonitoring

Ein Fotomonitoring widmet sich der fotografischen Dokumentation von Veränderungen. Es zeichnet sich weniger durch eine wissenschaftliche als vielmehr durch seine informierende Aussagekraft aus. Ein Teil des Nationalen Naturerbes wird der natürlichen Entwicklung überlassen. Das Fotomonitoring bietet eine gute Möglichkeit den Sukzessionsprozess festzuhalten und zu zeigen. Die entstehenden Fotoreihen können vielseitig in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden werden. Die Durchführung des Fotomonitorings ist leicht erlernbar und daher geeignet für die Einbindung des Ehrenamts.

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Vogelmonitoring

Der dritte Baustein des NNE-Monitorings ist das Vogelmonitoring. Auch hier wird ein auf die Naturerbeflächen zugeschnittenes Konzept entwickelt. Das Bundesamt für Naturschutz unterstützt die AG Monitoring dabei und hat an den Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) einen Werkvertrag zur Entwicklung eines Konzeptes für das Monitoring der häufigen und seltenen Brutvögel auf Naturerbeflächen vergeben. Mit Hilfe des Monitorings sollen der Zustand und die Entwicklung der Avifauna in den einzelnen Gebieten wie auch in der bundesweiten Naturerbe-Kulisse dargestellt werden.

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Handbuch Waldmonitoring für Flächen des Nationalen Naturerbes

Herausgeber: Naturstiftung David
Autoren: Stefan Schwill und Egon Schleyer unter Mitarbeit von Jana Planek

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Handbücher und weitere Anleitungen zum Monitoring auf Naturerbeflächen

Handbuch Waldmonitoring für Flächen des Nationalen Naturerbes

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Handbuch Fotomonitoring für Flächen des Nationalen Naturerbes

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Fotomonitoring - Anleitung für eingerichtete Aufnahmepunkte

Kurzanleitung PDF downloaden (76 KB)

Fotomonitoring - Panoramen & Kugelpanoramen

Kurzanleitung PDF downloaden (669 KB)

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