Hohe Schrecke - Urwald von morgen  © Thomas Stephan
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Naturerbefläche Hohe Schrecke

Im Jahr 2012 wurden der Stiftung rund 90 Hektar Waldflächen in der Hohen Schrecke in Nordthüringen als Nationales Naturerbe übertragen. Es handelt sich hierbei um ehemaliges DDR-Volkseigentum, welches nach der  Wiedervereinigung durch die Treuhand-Nachfolgegesellschaft BVVG verwaltet wurde. In den Jahren 2013 und 2014 konnte die Stiftung weitere Flächen im Wald und im angrenzenden Offenland erwerben. Insgesamt umfasst das Eigentum der Stiftung in der Hohen Schrecke derzeit 165 Hektar. Die Flächen dienen vor allem der Umsetzung der Ziele des Naturschutzgroßprojektes Hohe Schrecke.

Die Stiftungs-Waldflächen in der Hohen Schrecke sind größtenteils durch alte, urwüchsige Buchen und Eichen geprägt. Aufgrund der mitunter sehr starken und wasserspeichernden Lößlehmschicht wachsen die Bäume hier sehr schnell und entwickeln beeindruckende Dimensionen. Der Anteil alter Bäume  und auch der für seltene und spezialisierte Käfer, Vögel und Fledermäuse wichtige Totholzanteil sind sehr hoch.

Die Stiftungsflächen in der Hohen Schrecke sind zentraler Bestandteil des Naturschutzgroßprojektes. In den naturnahen Laubwaldbeständen wurde die Holznutzung nach der Flächenübertragung eingestellt. Spätestens mit dem Auslaufen des Naturschutzgroßprojektes werden alle Waldflächen der Stiftung einer natürlichen Entwicklung (Wildnis) überlassen. Bis dahin erfolgt in den Nadelwaldbereichen noch ein Waldumbau: Die von Natur aus hier nicht vorkommenden Fichten und Lärchen werden eingeschlagen damit sich hier wieder ein naturnaher Laubwald entwickeln kann. Einzelne Splitterflächen dienen auch als Tauschobjekt – um an anderer Stelle Naturschutzflächen sinnvoll zu arrondieren. Die Offenlandflächen und Streuobstwiesen werden entbuscht und anschließend mit Schafen und Ziegen beweidet. Alle Stiftungsflächen in der Hohen Schrecke werden perspektivisch in das zu erweiternde Naturschutzgebiet integriert.

Ehemals volkseigene Flächen der DDR wurden in einem ersten Schritt an die Alteigentümer rückübertragen. Nur dort, wo es keine früheren Eigentümer mehr gab, wurden die Flächen durch die Treuhandgesellschaft BVVG privatisiert bzw. im Rahmen des Nationalen Naturerbes an Naturschutzorganisationen übertragen. Die vorherige Rückübertragung von Teilflächen führte zu dem sehr zersplitterten Flächenbesitz der Stiftung in der Hohen Schrecke. Durch Flächentausch und weiteren Flächenerwerb will die Stiftung ihr Eigentum in den nächsten Jahren sinnvoll arrondieren.

In der Hohen Schrecke gibt es ein attraktives Wander- und Radwegnetz. Die Stiftungsflächen im Bärental und im Wiegental lassen sich am besten auf dem „Kleinen Rundeweg“ bzw. dem „Wiegental-Wildnisweg“ von Braunsroda aus erwandern.

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Kontakt

Dierk Conrady Telefon: +49 34673-78903 Mail schreiben

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