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gefördert durch:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Freistaat Thüringen ELER - Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen

Bilanzierung der Treibhausgasemissionen
Den Untersuchungen zur CO2-Bilanzierung bei der Herstellung von Hackschnitzeln aus der Landschaftspflege kommt eine besondere Bedeutung bei. Die Bilanzierung ist ein wichtiges Instrument für die Bewertung der Klimafreundlichkeit der durchgeführten Freistellungsmaßnahmen auf den naturschutzfachlich wertvollen Flächen. Bisher liegen nahezu keine Vergleichsdaten aus anderen Projekten in der Landschaftspflege vor. Zudem sind die Bilanzen von verschiedenen Verfahrensketten bei Freistellungsmaßnahmen weitgehend unbekannt. Die Berechnungen erfolgen durch das DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH.

CO2-Einsparung als Indikator zum Klimaschutz
Zur Bilanzierung der Treibhausgase wird ein sogenanntes Life Cycle Assessment (LCA), auch als Ökobilanz bekannt, durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine systematische Analyse der Umweltwirkungen – hier in Form von CO2-Emmissionen – von Produkten während des gesamten Lebensweges bzw. bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Verarbeitung. Für die Erstellung einer solchen Bilanz existieren die international gültigen Normen ISO 14040 bis ISO 14043. Im Rahmen des Projektes wird der Weg zur Herstellung der Hackschnitzel aus der Landschaftspflege untersucht. Ausgedrückt werden die Ergebnisse der Bilanzierung in kg CO2-Äquialente pro Schüttraummeter [Srm] erzeugter Hackschnitzel.

Freistellungsmaßnahmen als Instrument für Natur- und Klimaschutz
Insgesamt werden im Projekt die Bereitstellungspfade zur Erzeugung der Hackschnitzel auf 12 Flächen untersucht. Ergebnisse liegen bislang von 11 Flächen vor, die letzte Analyse erfolgt bis zum Projektende.
Bei einer energetischen Nutzung der Hackschnitzel als Heizölsubstitut wurden pro Schüttraummeter fossile Emissionen zwischen ca. 310 kg CO2-Äq. und 348 kg CO2-Äq. eingespart. Dies ist beispielsweise abhängig von der verwendeten Technik sowie der Art und Verteilung des holzigen Aufwuchses auf der Fläche. Es mussten lediglich im Mittel rund 3,4% der durch die Holzverbrennung eingesparten fossilen CO2-Äquivalente für den CO2-Ausstoß bei Freistellung, Hacken und Transport der Hackschnitzel zum Abnehmer „gegengerechnet“ werden – der Saldo insgesamt ist damit äußerst positiv.
Bezogen auf die erzeugte Hackschnitzelmenge können pro Fläche zwischen sieben und 40 Einfamilienhäuser mit 12 kW Heizlast ein Jahr beheizt werden.
Die Ergebnisse zeigen damit einen positiven Mehrwert für Naturschutz und Klimaschutz durch die Nutzung der Hackschnitzel aus der Landschaftspflege auf.

Weitere Informationen zu den genannten Ergebnissen finden Sie in unserer Datenbank.
Kontakt
Dr. Dierk Conrady
Telefon: 0361 / 555 03-35

Naturstiftung David
Trommsdorffstraße 5
99084 Erfurt

Fax: 0361 / 555 03-39
 Naturstiftung David | Trommsdorffstraße 5 | 99084 Erfurt | Telefon 0361 555 0330 | Fax: 0361 555 0339 aktualisiert am 24.10.2014
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