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gefördert durch:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Freistaat Thüringen ELER - Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen

Analyse der Hackschnitzelqualität
Bislang haben Hackschnitzel aus der Landschaftspflege – bedingt durch einen hohen Rindenanteil – einen schlechten Ruf. Das Projekt soll helfen dem entgegenzuwirken. Die bei der Beerntung der naturschutzfachlich wertvollen Flächen erzeugten Hackschnitzel wurden umfassend hinsichtlich ihrer Qualitätsmerkmale analysiert. Die Analysen zur Hackschnitzelqualität erfolgten durch die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL).

Umfassende wissenschaftliche Analysen
Um die Nachfrage nach Hackschnitzel aus der Landschaftspflege einschätzen zu können, wurde eine Fragebogenabfrage bei Endabnehmern, Energieholzanbieter, Forstdienstleistungsunternehmen und Hackschnitzelhändler durchgeführt. Die Abfrage erstreckte sich von mittelgroßen Anlagen (ab 100 kWFWL) in Landwirtschaftsbetrieben und Gärtnereien bis hin zu großen Anlagen (Heiz- und Heizkraftwerke > 1 MWFWL).
Hauptaugenmerk der Laboranalysen lag auf der Untersuchung von Brennstoffeigenschaften der Hackschnitzel anhand von physikalisch-mechanischen Parametern wie der Wassergehalt und chemisch-stofflichen Kenngrößen wie Stickstoff-, Schwefel- und Chlorgehalt.
Abschließend wurden die Hackschnitzel hinsichtlich ihrer technischen und emissionsseitigen Eignung gemäß der DIN EN 14961 klassifiziert.

Wassergehalt und Größe der Hackschnitzel entscheidend für Abnehmer
Die Abnehmer gaben in ihren Rückantworten zu einem Drittel an, Waldrestholz zu nutzen. Entscheidend dabei sind die Größe sowie der Wassergehalt der Hackschnitzel. Dabei beeinflusst der Wassergehalt u.a. maßgeblich den Heizwert und damit den Preis, die Lagerfähigkeit und die Nutzung für einzelne Feuerungssysteme. In der Mehrzahl ist die Technik in den Heizkraftwerken so ausgelegt, dass Material mit Wassergehalten bis 50% problemlos zu verwerten ist. Die abgefragten Heizwerke verwenden Material mit Wassergehalten zwischen 30% und 40%. Häufig werden dem Waldrestholz andere Brennstoffarten wie Sägeresteholz beigemischt. Lediglich ein Heizwerk unter den 33 Rückantworten aus Brandenburg und Thüringen gab an, ausschließlich Waldrestholz und Landschaftspflegeholz zu verwenden.

Hackschnitzelqualität aus Landschaftspflege ähnlich zu naturbelassenem Waldrestholz
Die Ergebnisse zur Qualität der Hackschnitzel aus Landschaftspflegeholz zeigen sehr große Schwankungsbreiten. Einen Einfluss auf die Hackschnitzelqualität bzw. physikalisch-mechanischen Eigenschaften haben das Ausgangsmaterial, die Aufbereitung, der Lagerort und die Lagerzeit/-dauer.
In den chemisch-stofflichen Eigenschaften weisen Hackschnitzel ähnliche Gehalte an Stickstoff, Schwefel und Chlor sowie die wesentlichsten den Ascheschmelzpunkt bestimmenden Elemente (Kalium, Natrium, Magnesium, Calcium) auf wie naturbelassenes Waldrestholz. Daraus resultiert neben einer generellen emissionsseitigen Eignung auch eine technische Eignung derartiger Sortimente in Holzfeuerungsanlagen. In Bezug auf Asche- bzw. Aerosolbildner liegen die Werte etwas höher als bei naturbelassenem Waldrestholz, aber niedriger als z.B. bei Material aus Kurzumtriebsplantagen.

Weitere Informationen zu den genannten Ergebnissen finden Sie in unserer Datenbank.
Kontakt
Dr. Dierk Conrady
Telefon: 0361 / 555 03-35

Naturstiftung David
Trommsdorffstraße 5
99084 Erfurt

Fax: 0361 / 555 03-39
 Naturstiftung David | Trommsdorffstraße 5 | 99084 Erfurt | Telefon 0361 555 0330 | Fax: 0361 555 0339 aktualisiert am 24.10.2014
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