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gefördert durch:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Freistaat Thüringen ELER - Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen

Methoden zur Biomassepotenzialbestimmung
Die Beerntung des Gehölzaufwuchses in zahlreichen unterschiedlichen Lebensräumen soll als Grundlage für eine verbesserte Abschätzung des Biomassepotenzials von Landschaftspflegeholz genutzt werden. Diese Abschätzung ist erforderlich, damit Unternehmer Aufwand und Ertrag sicher veranschlagen und ein realistisches Angebot abgeben können (z.B. Erlöse aus dem Verkauf der Hackschnitzel). Das Teilprojekt wird von der Naturstiftung David durchgeführt und gliedert sich in die Arbeitspakete „Grundlagenermittlung und Entwicklung einer Klassifikation“ sowie „Berechnung des Nachwuchspotenzials“.
Da für eine Abschätzung des überwiegend gebüschartigen Holzaufwuchses keine erprobten Verfahren bestehen, werden im Pilotprojekt drei unterschiedliche Methoden auf ihre Eignung geprüft. Dabei werden vor den Erntemaßnahmen mit der jeweiligen Methode Abschätzungen der vorhandenen Biomasse in Schüttraummeter bzw. Festmeter vorgenommen. Nach der Beerntung der Fläche wird die tatsächlich angefallene Biomasse mit den geschätzten Werten verglichen.

Forstliches Stichprobenverfahren zur Biomasseabschätzung
Im ersten Ansatz wird das aus der Forstwirtschaft bekannte Vorgehen eines forstlichen Stichprobenverfahrens untersucht. Tendenziell zeigen die ersten Ergebnisse, dass die Biomasse in baumdominierten Lebensräumen (z.B. bei den Flächen In den Rödern, Vessertal) durch dieses Verfahren zumeist überschätzt wird. Auch zur Schätzung gebüschgeprägter Biomasse stellt das Stichprobenverfahren keine Alternative dar.

Referenzflächen als Berechnungsgrundlage
Der aktuelle Stand der Wissenschaft lässt bei der Referenzflächenmethodik bislang keine abgesicherte Berechnung der Biomasse von Nadel- und Weichlaubhölzern zu. Im Rahmen des Projektes werden die zur Berechnung nötigen Werte aufgrund fehlender Grundlagendaten teilweise empirisch erhoben. Um eine wissenschaftlich abgesicherte Methodik anwenden zu können, müsste auf den Flächen in definierten Teilbereichen eine nach Baumarten getrennte Ernte mit anschließender Hackung des Materials und Auswertung der Erntemenge erfolgen.
Der Vergleich mit der tatsächlich angefallenen Biomasse zeigt jedoch, dass durch die im Projekt laufende Anpassung der Methodik immer genauere Schätzungen erzielt werden können. Die Biomasse wird in unterschiedlichen Biotoptypen mit unterschiedlichem Gehölzaufwuchs (Halbtrockenrasen, wie die Fläche Dörnaer Platz; Mesophiles Grünland, wie die Fläche In den Seeben; Sandtrockenrasen, wie die Fläche Müllerberge) um weniger als 10% über- oder unterschätzt.

Luftbilder dienen der Biomasseermittlung
Als neuartiges Vorgehen wird ein luftbildgestütztes Verfahren mittels Drohnenbefliegung (OktoKopter) auf sechs Flächen von der Firma Rucoon Engenieering getestet. Erste Ergebnisse im Vergleich mit den tatsächlichen Biomassewerten für die Modellfläche Dörnaer Platz zeigen, dass die Schätzungen des luftbildgestützten Verfahrens dem tatsächlichen Wert sehr nahe kommen. Insgesamt scheint dieses Verfahren bei entsprechender Weiterentwicklung sehr vielversprechend zu sein.

Berechnung der nachwachsenden Biomasse
Insbesondere bei Weichlaubhölzern wie Erle oder Weide ist ein hohes Ausschlagpotenzial vorhanden. Hartlaubhölzer wie Ahorn, Esche bzw. Birke liefern ebenfalls hohe Biomassewerte. So könnte bei fehlender landwirtschaftlicher Nachnutzung, bspw. durch Beweidung oder Mahd, auf eine niederwaldartige Nutzung der naturschutzfachlich wertvollen Biotope zurückgegriffen werden. Damit könnte in einem regelmäßigen Turnus klimafreundlich Energie bereitgestellt sowie zusätzlich die Erhaltung der Biodiversität gesichert werden. Allerdings zeigen die Ergebnisse des naturschutzfachlichen Monitoring ebenso, dass die Zielbiotope durch eine wiederkehrende Energieholznutzung höchstwahrscheinlich nicht erhalten werden können.

Weitere Informationen zu den genannten Ergebnissen finden Sie in unserer Datenbank.
Kontakt
Dr. Dierk Conrady
Telefon: 0361 / 555 03-35

Naturstiftung David
Trommsdorffstraße 5
99084 Erfurt

Fax: 0361 / 555 03-39
 Naturstiftung David | Trommsdorffstraße 5 | 99084 Erfurt | Telefon 0361 555 0330 | Fax: 0361 555 0339 aktualisiert am 24.10.2014
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