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gefördert durch:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Freistaat Thüringen ELER - Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen

Vereinfachung der Genehmigungsverfahren
Im Teilprojekt werden die naturschutzfachlich wertvollen Flächen ausgesucht, die Größe der jeweiligen Modellfläche festgelegt sowie die notwendigen Abstimmungen und Genehmigungen für die anschließende Umsetzung der Maßnahmen mit den Naturschutz-, Forstbehörden, Flächeneigentümern und -nutzern durchgeführt. Das Teilprojekt wird von der Naturstiftung David in enger Zusammenarbeit mit der regionalen Naturschutzverwaltung umgesetzt.

Zusammenarbeit mit regionalen Naturschutzverwaltungen
Alle Modellflächen wurden mit den regionalen Naturschutzverwaltungen unter Berücksichtigung der speziellen Projektanforderungen ausgesucht. Auf vielen Modellflächen wurde die Beweidung über Finanzmittel der EU, sogenannte KULAP-Mittel, bereits gefördert. Da eine Doppelförderung auszuschließen war, musste im Vorfeld geklärt werden, ob die verbuschten Maßnahmenflächen von den Landwirtschaftsämtern aus der Förderkulisse herausgemessen worden waren.

Abstimmung mit Flächeneigentümern und -nutzern
Im nächsten Arbeitsschritt wurden die Flächeneigentümer und -nutzer ermittelt. Auf die dafür notwendigen Daten aus dem amtlichen Liegenschaftskataster (ALK) und Liegenschaftsbuch (ALB) kann die regionale Naturschutzverwaltung zugreifen. Mit Serienbriefen wurden die Eigentümer über die Pläne informiert und ihre Zustimmung dazu eingeholt. Dabei ist entscheidend, im Anschreiben eine Frist für die Antwort der Flächeneigentümer einzuräumen und bei Überschreitung dieser Frist von der Zustimmung zur Maßnahmendurchführung auszugehen. Die Ermittlung der Flächeneigentümer und die Einholung ihrer Zustimmung können sehr arbeitsaufwendig sein. Deshalb wurden nach Möglichkeit Flächen mit wenigen Eigentümern bevorzugt. Auch die Nutzer der Flächen (Schäfer, Agrargesellschaften, Landwirte) sind den Naturschutzverwaltungen bekannt. Ihre rechtzeitige Einbindung ist ebenfalls wichtig.

Einholung notwendiger Genehmigungen
Über die Einholung der notwendigen naturschutzfachlichen Genehmigungen informierte die regionale Naturschutzverwaltung. Besonders im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Flächen in Großschutzgebieten (z.B. Nationalpark bzw. Biosphärenreservat) waren zusätzliche Genehmigungen erforderlich.
Für eine Beurteilung der Waldeigenschaften des Gehölzaufwuchses war eine gemeinsame Flächenexkursion mit der zuständigen Forstbehörde Voraussetzung. Trotz anderslautender Flächennutzung im Grundbuch können geschlossene Strauchgruppen als Wald eingestuft werden. Grundlage dazu bieten die Landeswaldgesetze. In diese Exkursion wurden Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde einbezogen. Wurde der Gehölzaufwuchs auf einer Fläche als Wald eingestuft, bestand eine erhebliche Hürde für die Gehölzernte. Das weitere Vorgehen regeln die Landeswaldgesetze sowie Erlasse zu deren Auslegung. Beispielsweise ist die Gehölzentnahme in Brandenburg auf Heiden/Trockenrasen in Naturschutz- und Natura 2000-Gebieten durch einen landesweit geltenden Erlass erheblich erleichtert. In Thüringen bietet das Waldgesetz die Möglichkeit, bei konstatierten Waldeigenschaften des Gehölzaufwuchses einen Antrag auf Nutzungsartenänderung zu stellen. Dafür ist die Zustimmung des Eigentümers Voraussetzungen sowie der Nachweis über die naturschutzfachliche Einstufung der Fläche und ein kurzer Managementplan. Die Thüringer Lösung ist erheblich arbeitszeitaufwendiger.

Zeitrahmen für die Maßnahmendurchführung
Die Naturschutzgesetze der Länder und des Bundes erlauben die Durchführung der Maßnahmen im Zeitraum 1. Oktober bis 28. Februar. Wurde eine Maßnahme früher begonnen bzw. in dem Zeitraum nicht abgeschlossen, wurde ein entsprechender formloser Antrag bei der Unteren Naturschutzbehörde eingereicht.

Nachhaltigkeit einer Maßnahme
Erst die fachlich durchgeführte Folgenutzung sichert den mittel- und langfristigen Erfolg der Maßnahme. Deshalb wurde sie im Vorfeld der Maßnahmendurchführung mit der regionalen Naturschutzverwaltung und dem Eigentümer/Nutzer sichergestellt.
Kontakt
Dr. Dierk Conrady
Telefon: 0361 / 555 03-35

Naturstiftung David
Trommsdorffstraße 5
99084 Erfurt

Fax: 0361 / 555 03-39
 Naturstiftung David | Trommsdorffstraße 5 | 99084 Erfurt | Telefon 0361 555 0330 | Fax: 0361 555 0339 aktualisiert am 24.10.2014
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