Schutz des Feuersalamanders und seines Lebensraumes  © Naturstiftung David

Naturnahe Waldbäche – Ziele & Maßnahmen

Ziel beider Projekte sind die Erhaltung und Entwicklung naturnaher Quellbäche der Mittelgebirge in möglichst großen, zusammenhängenden Wassereinzugsgebieten des Thüringer Waldes. Die Lebensraumansprüche der typischen Quell- und Bergbachbewohner wie Feuersalamander, Groppe und Quelljungfer bestimmen dabei das Leitbild und die davon abgeleiteten Entwicklungsmaßnahmen.

Die Unterschiede bestehen in der Blickrichtung:

Erhaltung, Entwicklung und Vernetzung der Feuersalamandervorkommen sind das Hauptziel des Projektes im Einzugsgebiet der Gera. Der Feuersalamander benötigt naturnahe Quellbäche und ein entsprechendes Umfeld für seine Fortpflanzung und somit für die Erhaltung seiner Population.

Hauptziel des Projektes im Einzugsgebiet der Werra ist die Erhaltung und naturnähere Entwicklung schmaler Waldfließgewässersysteme in sieben ausgesuchten Quellgebieten. Leitbild und Maßnahmen orientieren sich dabei an den Lebensraumansprüchen typischer Tiere der Bergbäche zu denen auch der Feuersalamander gehört.

In den Projekten werden hauptsächlich Maßnahmen in drei Themenschwerpunkten realisiert:

  • Wald umbauen: Durch die Entwicklung und Förderung naturnaher Laub‐ und Mischwälder in der Bachaue kann sich die typische Tierartenlebensgemeinschaft wieder einstellen 
  • Störstellen beseitigen: Bauwerke im Gewässer werden so umgebaut, dass die ökologische Durchgängigkeit der Fließgewässer über eine möglichst große Gewässerstrecke gegeben ist 
  • Totholz einbringen: Stammabschnitte und Wurzelteller im Bach erhöhen den Strukturreichtum im Gewässerbett und fördern bachnahe Überflutungsbereiche

Neben den Schwerpunktmaßnahmen kümmern wir uns in den Projektgebieten um Folgendes:

  • Beratung und Abstimmung mit den Waldeigentümern zur Entwicklung und Förderung naturnaher Laub‐ und Mischwälder im gesamten Einzugsgebiet der Bäche mit dem Ziel langfristig naturnahe Waldlebensräume und die Wasserqualität in den Mittelgebirgsbächen zu erhalten und zu entwickeln
  • Erstpflege wie Entbuschungsmaßnahmen zur Erhaltung der bachbegleitenden, artenreichen Bergwiesen, wenn die dauerhafte Folgenutzung durch Dritte gewährleistet ist
  • Reduzierung der Fichtenbestockung und teilweise Freistellung der bachnahen Felsbereiche, Fels‐ und Blockschutthalden
  • Erhaltung und Entwicklung von flachen Stillgewässern z.B. für Amphibien und Libellen in den Bachauen bei gleichzeitiger Gewährleistung der ökologischen Durchgängigkeit
  • Beratung zur Integration von Naturschutzzielen in die forstliche Bewirtschaftung
  • Öffentlichkeitsarbeit für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Mittelgebirgsräumen

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Martin Schmidt Telefon: +49 361 55503-33 Mail schreiben

Ziele & Maßnahmen

Störstellen beseitigen

An Störstellen wird die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers wiederhergestellt. Das heißt, Bauwerke innerhalb des Gewässers werden so umgebaut, dass sich Wassertiere wie Fische, Bachflohkrebse, Muscheln und Insektenlarven frei stromaufwärts und -abwärts bewegen können.

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Totholz einbringen

Ein Bach ist natürlicherweise sehr reich an Totholz. Als Totholz bezeichnet man abgestorbene, heruntergefallene Äste, Reisig oder ganze Baumstämme. In die Bäche des Projektgebietes wird gezielt solches Totholz eingebracht.

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Wald umbauen

Erle, Esche, Ahorn, Buche und Tanne bilden die naturnahen Waldbestände der Bachtäler im Thüringer Wald. Im Projektgebiet werden Fichten gefällt und Laubbäume gepflanzt, damit sich diese natürliche Baumartenmischung wieder einstellt.

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Finden Sie in unseren Flyern detaillierte Informationen zu einzelnen Maßnahmen.

Durchgängigkeit

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Totholz

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Waldumbau

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